Multimodale Schmerztherapie

Multimodale Schmerztherapie ist eine inhaltlich abgestimmte und integrative Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen in Form von Gruppen- und Einzeltherapien. Die Therapieinhalte setzen sich aus ärztlich-medizinischen, psychotherapeutischen, physiotherapeutischen sowie ergo therapeutischen Komponenten zusammen, die eng miteinander abgestimmt und sich inhaltlich ergänzend sind. Die Notwendigkeit einer gleichzeitigen Anwendung verschiedener Verfahren ergibt sich aus einem erweiterten Verständnis der möglichen Schmerzursachen und der sich daraus ergebenden komplexen Bedürfnisse der Patienten ("bio-psycho-soziales Schmerzmodell") heraus.

Die Behandlungsbausteine werden in der Regel als sogenannte Blockprogramme mit einem Zeitumfang von mehr als 100 Stunden absolviert. Andere Zeit Modelle sind unter Berücksichtigung der Einzelkomponenten und eines ausreichenden Gesamtzeitumfangs möglich.

Ziel der Behandlung ist neben der Schmerzreduktion vor allem die Wiederherstellung der objektiven und subjektiven Funktionsfähigkeit ("funktional Wiederherstellung") mit Wiedererlangung und Steigerung der Eigenkompetenzen der Patienten.

Quelle: http://www.uniklinikum-dresden.de/das-klinikum/universitatscentren/usc/stationen)

Therapien:

Die Behandlung ist oft langwierig und kann für Patienten und Therapeuten frustrierend sein.

Die Prognose ist am besten, wenn die Krankheit zeitig erkannt und behandelt wird.

Chronische schwere Verläufe sind insgesamt mit weniger als 2 % der Fälle eher selten.

 

Es gibt keine Standardtherapie, jegliche Therapieoptionen sind rein symptomatisch:

Krankengymnastik: Zwar ist physiotherapeutische Beübung in der Prophylaxe nach frischen Frakturen unumstritten, jedoch hilft in der Therapie nur stadiengerecht angepasste Krankengymnastik. Nie verboten sind kontralaterale Aktivitäten. Übungen der betroffenen Extremität hingegen sollte im akuten, von Ödem, Rötung und Schmerz betroffenen Abschnitt unterlassen werden. Ist die akute Entzündungsphase vorbei, ist milde Aktivität hilfreich, später mit einsetzender Dystrophie fortdauernd beizubehalten. Ärztliche Überwachung des Effekts und ggf. Anpassung der Verordnung sind notwendig.

In der Ergotherapie können zusätzlich in den Anfangsstadien Lagerungsschienen angefertigt werden, um den Bewegungsschmerz zu reduzieren und Fehlstellungen z. B. in der Nacht vorzubeugen; Die Ergotherapie arbeitet ganzheitlich und berücksichtigt unter gezielter Verwendung eines sehr breiten Spektrums an Behandlungsmethoden auch die psychische Situation der betroffenen Patienten; eine weitere wichtige Behandlung ist die Ödem Behandlung.

Schmerztherapie: trizyklische Antidepressiva, Calciumantagonisten, periphere Analgetika (NSAID, z. B. Ibuprofen oder Diclofenac) oder Opioide (wie Morphin).

lokale Anwendung von steroidhaltiger Salbe oder DMSO (Dimethylsulfoxid als Radikalfänger).

In bestimmten Fällen (Harden/Swan)ist eine Blockade des sympathischen Ganglion stellatum angezeigt. Sie sollte nach Möglichkeit innerhalb der ersten sechs Monate der Krankheitsdauer erfolgen, da nur dann Besserungsraten von bis zu 70 % erzielt werden können.

Der frühzeitige Einsatz von Calcitonin (Nasenspray) kann den Verlauf positiv beeinflussen.

Durch Rheologie wie Haes kann die Durchblutung in den Kapillaren verbessert werden.

Quelle:
 http://de.wikipedia.org/wiki/Komplexes_regionales_Schmerzsyndrom